Projekt Synesius
c/o Stephan Gottet
Zugerstrasse 9
5620 Bremgarten
Telefon 056 633 12 23
gottet@swissonline.ch

«So empfindlich ich bin, wenn man versucht mit Kindern Mitleid zu erregen, so konnte ich doch nur kapitulieren vor der Lebensklugheit und Reife, der Liebenswürdigkeit und Vitalität dieser Kinder.»

Roger Willemsen, aus «Es war einmal oder nicht»,
S. Fischer Verlag, Frankfurt 2013. ISBN 978 3 596 19809 2


16. Reusswanderung vom 25. Oktober 2020

Steht Synesius über allem, auch über der Covid-19 Coronapandemie? Eine Antwort erübrigt sich. Der Schutz aller Menschen hat immer erste Priorität. Die Verantwortlichen der 16. Reusswanderung haben allen eventuellen Wanderern den Entschluss zur Eigenverantwortung anheimgestellt und jegliche zusätzliche Werbung unterlassen. Just 15 Entschlossene sind trotzdem im Gnadenthal eingetroffen. Im Restaurant wurden die Sicherheitsvorkehrungen strikte eingehalten. Dafür hat Cynthia Luginbühl gesorgt. Überraschend ersparten sich drei Schwestern aus Tansania, inkl. ihrem Klostervater Dr. Urs-Viktor Ineichen diesen Weg nicht. Das prächtige Wetter begleitete die kleine Truppe der Reuss entlang und wie üblich gab es unterwegs einige Pausen. Diese wurden mit feinsinnigen Gedanken und spannenden Gesprächen angereichert. Karin Koch Wick, die mit einem Glanzresultat wiedergewählte Grossrätin mit ihrer treuen Begleiterin Hündin Miss Sophie, Heinz Koch, Dr. Hanspeter Ernst und Stephan Gottet fungierten als Stichwortgeber. Im Rohrhof in Künten-Sulz hatte Brigitte Töngi einen übergrossen Kuchen gebacken, den Christiane Dürst mit sicherem Augenmass in 15 Teile schnitt. Die Reusswanderung endete für die meisten Pilger bei der Augensegnung in der Stadtkirche in Bremgarten.


Reich beschenkt wurden die Teilnehmenden der Synesius-Wallfahrtswanderung, die der Reuss entlang vom Gnadenthal nach Bremgarten führte. Bei Nebel versammelte man sich im Reusspark und wurde Corona gerecht im Restaurant Gnadenthal empfangen und mit Kaffee und Gipfeli, offeriert vom Reusspark, gastfreundschaftlich bewirtet. Stephan Gottet, Präsident des Vereins Synesius, hiess die kleine Schar willkommen, die sich frohgemut auf den Weg machte. Was diese auf dem Weg erleben durfte, lässt sich schwer in Worte fassen. Der Herbst hat mit seiner Farbenpracht den Wald licht werden lassen, die Sonne den Durchbruch durch den Nebel geschafft und die Reuss in einen Strom mit funkelnden Edelsteinen verwandelt. Das Rauschen der Reuss schuf eine Ruhe, selten unterbrochen vom Zwitschern eines Vogels, vom Fallen einiger Blätter, die sich praktisch ohne Wind von Bäumen und Sträuchern lösten. Eine solche Stimmung hat Hubertus Thum treffend mit seinem Kurzgedicht (Haiku) einfangen: «Windstille. Vom Ruderblatt tropft der Abendhimmel.»

 

Dennoch war es keine Schweige-Wallfahrt. Man tauschte sich aus, Kurzimpulse lenkten Gedanken in eine bestimmte Richtung: Stephan Gottet fragte, ganz im Sinne des Synesius, was wir sehen, wenn wir sehen? Was wir sehen, wenn wir nicht sehen wollen? Wenn wir sehen wollen und nicht sehen? Und hielt fest: «Wobei es sich längstens eingebürgert hat, dass es sich nicht nur um ein rein optisches Merkmal handelt, sondern auch ganz im übertragenen Sinne, die Weitsicht eines jeden von uns betrifft. Die Weit- und Einsicht, sich mit Anderem und scheinbar Fremden zu befassen, könnte vielleicht der vernünftigste Einstieg zur Entwicklungszusammenarbeit bedeuten. Synesius hilft mit seinen Augen und mit seinen Worten dem Benachteiligten hier im Freiamt und dort in Afrika.» (Augenblicke 15/2020, Seite 1). Hanspeter Ernst machte sich Gedanken anhand des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter: «Wer ist meine Nächste, mein Nächster?» und Karin Koch Wick dachte als Juristin nach über Gerechtigkeit und die Grenzen des Wachstums.

 

Unterbrochen wurde die Wanderung in Sulz, ebenfalls gastfreundlich mit Kuchen empfangen in der Besenbeiz des Rohrhofes. Hier konnte man sich draussen an der Sonne sitzend, aufwärmen und stärken für den letzten Teil der Wanderung. In Bremgarten angekommen wurde den Wallfahrenden ein coronagerechter Synesius -Augensegen gespendet: Eine seltsame Erfahrung: ein mit einem Mundschutz und Visier ausgerüsteter Diakon zielte mit der Reliquie auf das «Dritte Auge» und sprach den Segen. Keine Berührung, kein Hautkontakt. So verändert der Virus ein Ritual. Was einem einen Auf-den-Weg-Gedanken besonderes in Erinnerung ruft. «Auch die Bäume haben eine Erinnerung. Sie werfen die Blätter ab und lassen sie zu gegebener Zeit wieder neu wachsen. Bäume sind Lebewesen.» Die Frage ist, wie wir mit diesen Lebewesen umgehen, ob wir ihnen Raum geben oder nicht, ob wir meinen, dass sie nur für uns zu unserem Nutzen da seien oder nicht – all dies hat Konsequenzen, die zu sehen uns Synesius helfen lehren sollte.

 

 

StG und Dr. Hanspeter Ernst

27. Oktober 2020

Vorbildliches Verhalten von Schülern und Lehrern im St. LillyNikki Centre

Unsere Partner in Afrika berichten in Englisch und Suaheli

Ordentliche Generalversammlung 2020 - Pressebericht

Hilfe zur Selbsthilfe

Das Lilly und Nikki Centre nimmt die Corona Pandemie ernst ...

StG, 10. September 2020

Weitere Zeichnungen zum Coronavirus

Neue Zeichnungen dokumentieren den Willen der Kinder, die Coronakrise in Schach zu halten.

 

StG, 4. August 2020

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun ,sondern auch für das, was wir nicht tun.

Klaus Böhme, der scheidende Vorsteher der AKO (Aktionskreis Ost-Afrika), unserem Partner in Tansania, bedankt sich bei Synesius und gibt ihm gleichzeitig einen Ratschlag mit:

 

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun ,sondern auch für das, was wir nicht tun.

 

10. Juni 2020

Vier Kühe, drei Schafe und ein paar Hühner

Liebe Synesianerinnen, liebe Synesianer

 

Viele von uns sind verunsichert. Spenden fliessen spärlicher, dafür umso bestimmter. Als erste Priorität gilt es, unsere Partner gerade jetzt nicht im Stiche zu lassen und die eigene Verantwortung wahrzunehmen. Gemeinschaft und Gesellschaft sind miteinander auch etymologisch verwandt.

 

Dem Vermischen von Partikularinteressen und unserer Aufgabe, einer Gemeinschaft zu dienen, welche wir als gut betrachten, muss ein Riegel gestossen werden. Wir sind Diener und nicht Auftraggeber. Kehren wir einen Grundirrtum der EWZ einmal auf den Kopf, nämlich dergestalt, dass die Kinder (und andere Benachteiligte, z.B. Patienten)  unsere Auftraggeber sind. Dann sind (nicht wären) wir also die Arbeitnehmer und verdanken ihnen unsere Arbeit. Ob die Arbeit sinnvoll ist, steht hier a priori nicht zur Debatte. Die Sinngestaltung folgt quasi auf dem Fuss als ein contrat social.

 

Nun einige Worte zu unseren Tieren im St. LillyNikki Education und Synesius Centre in Lwanda.

 

Vier Kühe, nämlich Lisa, Nikki, Lilly und Pavel (ist trotz des Namens weiblich) und drei noch namenlose Schafe geben den Kindern und Patienten Milch und vor allem auch Vertrauen. Gilt "Black lives matter" (auch schwarze Leben zählen)  denn  nicht auch hier oder nur ab und zu abhängig von unserem eigenen Befinden und Gutdünken?

 

Auf dem Foto erscheinen fünf Kühe. Wie seinerzeit am See Genezareth auch nur fünf Brote und zwei Fische der Vermehrung warteten. Hat sich hier bereits eine wundersame Brot-Fisch- und Kuhvermehrung angebahnt? Ein billiger Spass auf Kosten von Benachteiligten? Das würde ich mir nie erlauben. Brotvermehrungen werden auch als Geschenkwunder bezeichnet und als Rettungswunder interpretiert, "da deren Thema die Rettung von Menschen aus akuten Notsituationen" beinhaltet.

 

Hier orte ich auch den gedanklichen Unterschied beim schriftstellerischen Vorgehen zweier genialer Brüder, welche beide auf ihre Art etwas bewegen wollten (Peter Meienberg tut es noch immer). Während Niklaus Meienberg in seinem Buch "Die Welt als Wille und Wahn" fast stets den Menschen schlechten Willens thematisierte (er fand auch himmelschreiende Ungerechtigkeiten, wie diese nun einmal bei jedem Menschen auftreten), meinte sein Bruder Peter Meienberg in seinem Buch "Afrika - unter die Haut. 50 Jahre gelebte Solidarität" nicht sich selbst, sondern den Menschen guten Willens im Allgemeinen. Der Unterschied ist eklatant.

 

Euer Einstehen für die Belange der Benachteiligten ehrt Euch alle. Keiner von Euch würde zuerst eine Konferenz oder Abstimmung abhalten, wenn ein Kind am Ertrinken wäre. Ihr alle stellt das gemeinschaftliche Wohl über Eure eigene Interessen, oder stellt es als moralischen Mindeststandard Eurem eigenen Interesse gleich. Besten Dank.

 

 

Mit guten Grüssen

Stephan

8. Juni 2020

 

PS: Die Schafe und die Kühe des Synesius sind kein abgeschlossenes Kapitel. Christiane Dürst hat als Hochzeitsgeschenk für eine Freundin sogar ein paar Hühner versprochen. Die legen Eier oder brüten diese weiter aus etc.

Der Wert des Wasserhahns

Vor Kurzem sandte mir Stephan Gottet ein Foto. Es zeigt einen kaum zu erkennenden Wasserhahn aus Messing vor einem blühenden Busch, wahrscheinlich ein Ginster. Das einfache Zuflussrohr ragt gut einen Meter aus trockenem Boden. Der Schatten des Wasserhahns gleicht einem unbekannten Vogelkopf. Mehr gibt das Foto nicht preis. Es ist wenig zu sehen, bedeutet aber viel: Endlich fliessendes Wasser für die Apotheke in Lwanda. Dank dem Engagement von Synesius.

 

Dr. Christian Mürner, Autor und Behindertenpädagoge, Hamburg Mai 2020

Synesius vergisst seine ursprüngliche Mission nicht ...

... nämlich Augenleiden in Afrika zu mildern, sogar zu heilen und voraussehend, diese, wenn immer möglich, prophylaktisch zu verhindern. Für den Transport dieser Ärmsten, dient auch ein von Synesius gesponserter geländegängiger Land Cruiser. Dies Kooperation mit der AKO, Aktionskreis-Ostafrika e. V.), werden wir sehr gerne weiterführen und hoffen auf moralische wie materielle Unterstützung.

 

13. Mai 2020, StG

 

 

"Seit vielen Jahren unterstützt uns Synesius bei unserer augenärztlichen Arbeit in Kibosho, Tansania. Für diese Hilfe sind wir sehr dankbar.

 

Auch in diesem Jahr sind meine Frau und ich wieder sieben Wochen im Januar und Februar in Kibosho gewesen. Ich habe in der Augenklinik gearbeitet und viele Operationen durchführen können. Dabei fiel uns auf, das besonders im Raum Arusha viele ältere Menschen erblindet sind. Sie können sich eine Star Operation nicht leisten. Diese Operation kostet inzwischen 80 € und das ist für viele ältere Menschen zu viel. Deshalb sind sie seit Jahren erblindet und fristen ein Leben am Rande der Gesellschaft.

Auch Dank der grosszügigen Unterstützung von Synesius konnten wir viele dieser Menschen operieren und ihnen ihr Augenlicht zurückgeben. Diese Menschen waren sehr dankbar und können jetzt wieder am sozialen Leben in der Familie und in der Gesellschaft teilnehmen.

 

Wir haben über die katholische Kirche in Arusha Kontakt zu diesen Patienten aufnehmen können und dann einen Fahrdienst eingerichtet, damit diese Menschen nach Kibosho zur Operation kommen konnten und auch danach wieder in ihre Heimatdörfer zurückgebracht wurden."

 

Dr. Achim Miertsch

 

 

Bildlegenden:

OP

Patienten warten auf ihre OP

Das Team

Der Rücktransport der operierten Patienten nach Arusha.

Zeichnungen zum Coronavirus

Kinderzeichnungen und ein Gedicht zum Coronavirus aus unseren beiden Standorten der Synesius-Ambulatorien in Nairobi und Lwanda.

 

 

Das Synesius Dispensary des St. LillyNikki Centres in Lwanda unternimmt alles Menschenmögliche, um die Pandemie einzuschränken. Kinder und die ganze Bevölkerung der 20 dazugehörigen Gemeinden sollen geschützt werden. Gleichzeitig mögen aber andere lebenserhaltende Massnahmen nicht vernachlässigt werden. Malaria, Tuberkulose, Aids und Hunger, sind mindestens so bedrohlich, und werden weiter Kinder und Erwachsene dahinraffen.

 

Besten Dank für Ihren moralischen und materiellen Support.

 

StG, 4. Mai 2020

 

LillyNikki trauert

Die LillyNikki-Gemeinde trauert um ihren Mitschüler Emanuel Wekesa.

 

29. April 2020

In Grundbedürfnisse zu investieren, ist jetzt die wichtigste Überlebensstrategie

Liebe Synesianer und Sponsoren

 

Zuerst geht unser bester Dank an alle, die uns ihre Verbundenheit mit Synesius - in irgend einer Form - mitgeteilt haben.

 

Was läuft momentan bei einigen Hilfswerken während dieser Corona Krisis aus dem Ruder? Ist denn die medizinische Versorgung nicht das Fundament einer sonst doch so schön von uns mitgebauten und harmonisch wachsenden Pyramide? Was aber nützen uns Schulen, Fachschulen und Universitäten, wenn die Bevölkerung unter anderen Pandemien leidet, stirbt?

 

Durch die Fokussierung auf den Corona Virus, wird die Prophylaxe anderer Krankheiten sträflich vernachlässigt. Z.B. Malaria. Zwei Drittel aller Todesopfer sind Kinder unter fünf Jahren (siehe FAZ vom 27. April 2020, "Malaria wegen Corona auf dem Vormarsch").

 

Einem toten Kind brauche ich keinen Unterricht mehr zu geben. Keinen Zahn mehr zu ziehen. Nicht mehr zu predigen. Zum Trösten braucht es kein Budget. Was wir aber tun können, ist sofort gewisse Projekte in den Hintergrund zu schieben und uns voll auf die Grundbedürfnisse von Kindern und Bevölkerung zu konzentrieren. In Grundbedürfnisse zu investieren, ist jetzt die wichtigste Überlebensstrategie.

 

Ganz herzlichen Dank für Ihre nie erlahmende Verbundenheit (Solidarität) in Worten und Taten

 

StG, 28. April 2020

 

PS: zum kaum lesbaren Foto der Halbwaisen und Waisen. Synesius frägt nicht nach den finanziellen Verhältnissen. Er ist und bleibt Partner der schwächsten unserer Gesellschaft. Zuerst wird gehandelt und behandelt.

Essensverteilung in St. Michael Mathare Mabatini

Das Tragische: durch die Konzentration auf das Corona Virus, kommt die Malariaprophylaxe zu kurz. Auch Tuberkulose, Aids etc. Es ist zum Verzweifeln. Wir nehmen unsere Partner in Kenia erst wieder als Partner war, wenn es uns selber besser gehen wird.

StG, 23. April 2020

Waisenkinder in Lwanda des St. LillyNikki Education Centre

Bild und unten angeführte Kommentare stammen aus Lwanda des St. LillyNikki Education Centre’s und des Synesius Dispensarys:

 

"Our children are orphans. But much thanks for your dear support. They can at least get a meal and medical care. Our workers have indeed appreciatiated your support."

 

"Life here is so difficult. Food is a big challenge. In Mathare social distancing is a big challenge but we are trying to do what’s best for our circumstances. The teachers, the nurses, the children, the cooks and all the community people wish you good health."

 

Braucht es noch einen zusätzlichen Kommentar zu diesen WhatsApp Nachrichten?

 

Bemerkenswert vielleicht, dass nicht gebettelt wird und dass unsere Partner in Afrika uns als ihre Partner anschauen. Ihnen ist unsere Gesundheit genauso wichtig wie ihre Eigene. Selbstverständlich können Waisen keine Schul- und Spitalgelder bezahlen. Eine Tatsache, welche uns schon von Anfang unseres Engagements an, ins Auge gestochen ist. Rentabilität ist kaum ein erstrebenwertes Menschenrecht. Und was zu befürchten ist, dass mehr Afrikaner an Hunger als am Corona Virus sterben werden.

StG, 21. April 2020

"Wie lange werde ich noch zu Essen haben?" frägt sich das sechsjährige Mädchen Rose Kyalo.

StG, 6. April 2020

"Was können wir sonst noch machen?"

Erfreulich, dass - von uns gesponsert - jetzt bereits vier Kühe und zwei Schafe in Lwanda weiden.

Jeden Tag erhalten wir aus Kenia Fotos mit Kommentaren wie: "Stop Coronavirus world wide ... Synesius in Africa   best regards" oder "All the milk to serve the patients and the children".

Afrika und unser Hilfswerk Projekt Synesius

... oder: Wir lassen Euch nicht im Stich.

 

Warum hört man zurzeit so wenig zur Coronapandemie aus Afrika? Wo nicht getestet wird und mancherorts auch nicht getestet werden kann, mangels medizinischer Infrastruktur, können auch keine Resultate zu uns gelangen. Leider aber sind die Perspektiven für Afrika ziemlich düster. Man erwartet eine noch selten dagewesene Katastrophe. Etwas anders verhält es sich mit der Kommunikation mit unseren zwei Projekten St. Michael School und Synesius Dispensary im Slum von Mathare in Nairobi und St. LillyNikki School und Synesius Dispensary in Lwanda, nahe der Grenze zu Uganda. Täglich erreichen uns aktuelle und bebilderte Berichte von beiden Stützpunkten. Hilferufe, wie man das eigentlich erwartet könnte? Mitnichten! Ausschliesslich Dankesschreiben. Das unterscheidet sie wohltuend von anderen Organisationen, welche Kinder zum Vorwand nehmen, um auf unsere Tränendrüsen zu drücken und auch nicht in Verlegenheit geraten, uns Geld aus der Tasche zu locken. Es ist für Synesius klar, dass wir uns zuallererst um unsere Nächsten in Not, also hier in der Schweiz, zu kümmern haben. Denn ist es nicht für unsere Partner in Afrika auch ertragreicher, wenn wir selbst gesund und weniger belastet dann unser Scherflein mit ihnen teilen können? Das einzig Wahre einer Pandemie ist, dass sie für alle gilt und alle treffen kann. Vor dem Virus und nicht nur vor ihm, sind wir alle gleich, hier und dort!

 

Gerade noch rechtzeitig konnte Synesius in Lwanda dazu beitragen, dass endlich fliessendes Wasser dem Synesius Dispensary zur Verfügung steht. Händewaschen muss gelernt sein (siehe Fotos). Jetzt tragen auch die Krankenschwestern Masken und bestellen Desinfektionsmittel. Hier ist die Nachfrage gross und der Nachschub schwierig. Die Schulen selbst sind alle geschlossen. Auf unbestimmte Zeit. Genauso wie bei uns. Was aber nicht fehlen darf, sind die zwei Gratismahlzeiten für die Kinder. Das entlastet deren Familien. Denn was nützt gesund zu sein, wenn man dann doch vor Hunger stirbt? Was bedeutet Social distancing (räumliches Distanzhalten zwischen Menschen) in Afrika? Anders und viel intensiver als bei uns, ist die Familie und der Clan das A und O der sozialen Beziehungen in der afrikanischen Gesellschaft. Synesius und seine Partner werden also in nächster Zeit, fast alle finanziellen Beiträge der Sicherstellung und dem Wiederlangen von Gesundheit widmen. Die Schulen bleiben hoffentlich nur vorübergehend geschlossen.

 

Viel Erfreuliches gibt es zu Vermelden. Einige Neumitglieder sind unserer Gesellschaft/Verein Projekt Synesius beigetreten. Davon zwei Lebenslängliche, d.h. sie haben je 1000 Franken überwiesen. Zwei neue Kühe vergrössern unsere Milchlieferanten. Ihre Namen Pavel und Lisa. Auch ein Schaf blökt vorläufig noch allein, namenslos.

 

Synesius bedankt sich herzlich bei allen Mitgliedern und solchen welche es bald werden möchten. Ein grosses Dankeschön gilt all unseren Gönnern und Sympathisanten. Die schönste Antwort aber ist sicherlich das spontane Lächeln der Kinder. Hier und dort!

 

Hier noch unser Spendenkonto:

PC 50-6-9 Aarg. Kantonalbank Aarau, z.G. Aarg. Kantonalbank Wohlen
IBAN: CH79 0076 1016 1013 3892 1

Vermerk:
PROJEKT SYNESIUS BREMGARTEN

Wir danken Synesius

Ermunterungen statt Trübsal blasen – Mitglieder und Sympathisanten Synesius äussern sich

Heute, 7. April 2020: Hanspeter Ernst, Co-Präsident Projekt Synesius.

 

 

Schon eine verrückte Zeit in der wir leben. Plötzlich wird von einer Schweiz gesprochen, die zusammenrückt, die es gemeinsam schafft, einen nur unter dem Mikroskop sichtbaren Feind zu besiegen. Solidarität ist in aller Munde. Geschäfte und Konzerne verkünden, dass sie für uns da sind, jederzeit ... Begreiflich. Die Situation ist ernst, sehr ernst sogar. So ernst, dass selbst liberalste Geister und ganz eingefleischte Staatsminimalisten und Befürworter jedes nur möglichen Steuerspartricks nach der helfenden Hand des Staates rufen. Die Hoffnung ist gross, dass es bald wieder so sein möge wie vorher, vor der Krise – und die unsichtbare Hand des Marktes die Verhältnisse wieder ins richtige Lot bringt.

 

Mein Grossvater starb an der Spanischen Grippe, die, wie heute angenommen wird, aus den USA kam. «Spanisch» wurde sie genannt, weil Spanien im Vergleich zu anderen Ländern damals eine ziemlich liberale Presse hatte, die als erste über die Krankheit berichtete, welcher in einem besonderen Masse Menschen zwischen zwanzig und vierzig Jahren zum Opfer fielen. Weil ja besondere Ereignisse auch besonderer Erklärungen bedürfen, versteht es sich fast von selbst, dass ganz der Zeit entsprechende  Verschwörungstheorien im Umlauf waren. Eine davon berichtet, die Krankheit habe durch von den Deutschen vergifteten Konservendosen ihren Weg von Spanien in die USA gefunden. Verschwörungstheorien haben es an sich, dass sie einen komplexen Sachverhalt auf sehr einfache Weise einsichtig machen und erklären können, ohne dass geschichtliche Fakten und Beweise vorliegen. Sie müssen nur in ein bestimmtes Weltbild passen. Dann ist ihnen ein langes Leben mit zum Teil horrenden Folgen garantiert. Aber solche Theorien linderten nicht die katastrophalen Folgen, die der frühe Tod meines Grossvaters für die junge Familie hatten. Verrückte Zeiten, eben.

 

Überstanden, so könnte man sagen, mindestens die spanische Grippe und auch andere Pandemien. Also wird die Welt auch mit dem Corona-Virus nicht unter- sondern weitergehen. Ich weiss, dass dies ein Allgemeinplatz ist und meinetwegen auch als billige und leere Phrase abgetan werden kann. Und doch verbinde ich mit diesem Satz eine ganz bestimmte Hoffnung. Wie wäre es, wenn die Zeit der Krise, die ich als verrückte Zeit bezeichnet habe, wenn diese Zeit nicht einfach als Abschnitt auf einer linearen Zeitskala betrachtet würde, sondern als radikaler Einschnitt, so dass nicht die Zeit verrückt ist, sondern wir. Wir sind verrückt geworden. Das hätte durchaus Konsequenzen, denn wer ver-rückt ist, befindet sich nicht mehr am gleichen Ort wie zuvor. Der (erzwungene) Wechsel des Ortes lässt die Welt und die Gesellschaft aus einer neuen Perspektive sehen. Er verunsichert, weil Vertrautes und Bekanntes zurückgelassen werden muss und ein neues, unbekanntes Feld sich öffnet, ein Feld, das einer anderen Logik folgt, die ich erst erraten und testen muss. Vielleicht bekäme dann die heute so vielbeschworene Solidarität eine zusätzliche (vielleicht auch ursprüngliche) Dimension. Denn die Solidarität, wie sie heute gefordert wird, nährt sich aus der Angst, man könnte selbst Opfer dieses Virus werden. Weil ich nicht krank werden will und weil ich nicht die Ursache sein will, dass jemand meinetwegen krank wird, halte ich die Verhaltensvorschriften ein – mindestens so lange, als man auf ein baldiges Ende der Krise hofft. Die Angst mahnt zur Vorsicht, sie ist deshalb gut – im Unterschied zur Panik, die zu kopflosem Handeln führt. Aber wehe, die Krise dauert länger und nimmt der Angst, die uns zu solidarischem Handeln antreibt, ihre Kraft, weil man sich an sie gewöhnt. Jetzt zeigt sich plötzlich, ob wir nur aus Angst, nicht aber aus Solidarität gehandelt haben. Denn Solidarität misst sich am Wohl der Schwächsten. Während alle vom Virus getroffen werden können – man also sagen könnte, für den Virus seien alle gleich, egalitär – so kommt gesellschaftlich ein Prozess der Spaltung in Gang, deren Wirkung selektiv ist: «Die Alten sollen doch zu Hause bleiben, man war mit ihnen ja solidarisch, die Jüngeren aber sollen ihr Leben wieder aufnehmen können.» Auf gut Deutsch: Jetzt sollen die Alten mit den Jungen solidarisch sein, damit die Jungen ihr gewohntes Leben weiterleben können. Dummerweise schafft der Virus andere Fakten: Auch Junge sterben, nur nicht so häufig.

 

Es ist zweifelslos richtig, wenn wir innerhalb der eigenen Gruppe solidarisch handeln. Eine Gruppe kann Solidarität fordern, aber Solidarität lässt sich nicht auf eine Gruppe beschränken. Eine auf Gruppen beschränkte Solidarität ist eine kastrierte Solidarität. Wenn Solidarität bedeutet, dass sie sich am Wohl des Schwächsten messen lässt, sind eben nicht nur die Schwächsten einer Gemeinde, einer Nation gemeint, sondern die Schwächsten der Menschheitsfamilie. Wie der Virus, der alle treffen kann und weder Nation noch Staat kennt, so kennt Solidarität weder Nation noch Staat, sie ist kosmopolitisch. Deshalb bedeutet Solidarität einfordern, den Blick weiten. Dann kommt mit dem Mangel an Atemschutzmasken, dem Fehlen von Desinfektionsmitteln, Beatmungsgeräten, Medikamenten, von Betten auf Intensivpflegestationen usw., von alle dem, dessen Fehlen hier in der Schweiz mit einem der teuersten und besten (?) Gesundheitssystem der Welt plötzlich schmerzlich zur Kenntnis genommen werden muss, dann kommen damit viele Regionen der Welt in den Blick, in denen alle diese Dinge nicht nur fehlen, sondern für grosse Teile der Bevölkerung mehr oder weniger nicht vorhanden sind. Selbst an sauberem Wasser fehlt es und an Raum, der das social distancing ermöglicht. Die Seuche findet statt, Menschen sterben, Elend weitet sich aus. Auch dann, wenn es geographisch noch so weit von uns entfernt geschieht und wir kaum Meldung davon erhalten. Der tiefe Graben der Ungleichheit kann deutlicher nicht gesehen werden. Gerade auf diesem Hintergrund müsste der Waffenverkaufsboom in den USA mehr als nur aufschrecken. Waffen sind ja nicht gerade das geeignete Mittel gegen den Virus, sie dienen aber sehr wohl der Aufrechterhaltung der Ungleichheit. Wie anders nimmt sich dagegen der Wasserhahn aus, der kürzlich im LillYNikki Education Center mit Assistenz von Synesius installiert wurde. Wasser schützt alle, die sich hier die Hände waschen können. Gratismahlzeiten sollen die Kinder stärken.

 

Ob Solidarität mehr ist als eine egoistisch geforderte Tugend in der Not wird sich dann zeigen, wenn Mittel und Wege aus der Seuche gefunden sein werden. Dann kommt die Stunde der Wahrheit. Dann werden wir sehen, was PolitikerInnen mit den Krediten machen, die zum jetzigen Zeitpunkt so schnell und unkompliziert vergeben werden. Schnellen die Dividenden und die Kurse an der Börse hoch, geht es also weiter wie bisher – oder wird unsere Welt gerechter sein und das fröhliche Lachen von Kindern hören und Kinderaugen sehen, die erwartungsvoll in eine Zukunft blicken, die den Namen Zukunft verdient. Sie wäre dann nicht einfach eine Fortführung der Gegenwart, sondern Aufbruch in einen offenen Raum, den zu gestalten Aufgabe aller Weltenbürger wäre.

Endlich Leitungswasser!

Vorbildlich und vorausschauend, waschen sich die Kinder im St. LillyNikki und Synesius Centre in Lwanda die Hände.

 

Überhaupt ist es für Synesius erste Priorität, Kinder und Bevölkerung vor Krankheiten und Seuchen zu schützen. Zuerst Prophylaxe zu betreiben, statt nachher umso mehr Kraft und Geld in die Heilung investieren zu müssen.

 

Zu anderen Fotos: überwältigend die Freude der Synesius Gemeinschaft in Lwanda, ob dem Wasser, welches nun ab der Leitung sprudelt.

 

Das ist der Beitrag von Synesius um Seuchen, wie die des Coronavirus, verhindern zu können.

Artikel vom 31. Januar 2020 im BBA über unsere Januarreise nach Kenia

"Wir Kinder danken Synesius, seinen Mitgliedern und allen Organisationen ganz herzlich für die ununterbrochene ideelle und finanzielle Unterstützung. Ohne sie wären wir von einer guten Schulbildung und einer direkten medizinischen Versorgung weitgehend ausgeschlossen."

Herzlichsten Dank  Asante sana  Thank you very much

 

 

Über Ihre Spenden würden wir uns – zusammen mit den Benachteiligten in Afrika – herzlich freuen (Spendenkonto: PC 50-6-9 Aarg. Kantonalbank Aarau, z.G. Aarg. Kantonalbank Wohlen IBAN: CH79 0076 1016 1013 3892 1. Vermerk: PROJEKT SYNESIUS BREMGARTEN, Emmaus Eye Clinic)

 

 

 


Die neue Ausgabe der Augen-Blicke ist ab sofort verfügbar.

Einladung zur 15. Reusswanderung, Sonntag 27. Oktober 2019

Die jährliche Wallfahrt des Projektes Synesius nach Bremgarten beginnt auch 2019 im Kloster Gnadenthal. Bei der Katakombenheiligen Justa.

 

Bei Trost sein: Unterwegs wird die Wallfahrt traditionsgemäss ausgeschmückt mit starken Worten, feinsinnigen Gedanken, spannenden Gesprächen und intensiven Begegnungen. Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen.

In diesem Jahr sprechen Stephan Gottet, Heinz Koch, Dr. Hanspeter Ernst und Teilnehmende.

 

Treffpunkt:

10 Uhr im Eingang des Klosters Gnadenthal

ab 9.30 Uhr offeriert der Reusspark im Foyer des Klosters Kaffee und Gipfeli

 

Grussworte:

10.15 Uhr von Stephan Gottet

 

Verbindungen ÖV:

8.45 Uhr Treffpunkt Bahnhof Bremgarten

8.57 Uhr ab Bremgarten nach Stetten Küntenerstrasse und ca. 10 Min. zu Fuss ins Kloster Gnadenthal

11.57 Uhr ab Bremgarten nach Künten «Gried» zu Fuss nach dem Rohrhof Sulz

 

Die Wanderung geht mit Schwung über die neue Brücke ans rechte Reussufer und führt durch die sagenhafte Flusslandschaft auf gutem Wanderweg bis nach Sulz-Künten zum Rohrhof der Familie Töngi. Dort treffen die Pilgerreisenden am Mittag ein. Nach einer ausgiebigen Rast geht die Wanderung um 13.30 Uhr weiter nach Bremgarten zur Stadtkirche und zum heiligen Synesius.

Die 14. Reise des Bremgarter Hilfswerkes Projekt Synesius zu seinen Partnern in Kenia

Viele gute Ratschläge und Erfolg wünschten uns Freunde und Bekannte vor unserer Abreise nach Nairobi. Wir, Pater Isidor Peterhans aus Dar Es Salaam, Vanik Kaufmann-Jinoian, Vorstandsmitglied, Frau Dr.med. Yvonne Flammer, Leiterin der German Doctors in Nairobi und Stephan Gottet.

 

Streben wir wirklich Erfolg an? Kann man in einer Familie oder in einer Beziehung von Erfolg sprechen? Wie äussert sich Erfolg? In nackten und vielmals geschönten Zahlen? Besser formulierte es ein weiteres Vorstandmitglied: «ich wünsche Dir auf Deiner ‹Missionsreise› Weitsicht, Klugheit, Weisheit und Verstand, getragen vom tiefen Respekt für Menschen anderer Kulturen, gute Begegnungen und auch etwas, worüber Du aus ganzem Herzen lachen kannst. Synesius hatte Humor, der oft anderes sieht, als der tierische Ernst.»

 

Das Lachen. Wie ansteckend trifft man es auch im tiefsten Winkel eines Slums, welches im beängstigenden Elend von ständig wachsenden Abfallbergen fast erstickt. Selbst aber bleibt es einem bald einmal in der Kehle stecken. Vier Tage waren vorgesehen. Sonntagabend Ankunft in Nairobi. Montag den 21. Januar Weiterflug um 06.00 Uhr nach Kisumu am Viktoriasee. Mit Taxi nach Lwanda ins St.LillyNikki Centre und zum Synesius Ambulatorium, am Fusse des Mount Elgon, nahe der Grenze zu Uganda, gelegen. 190 Kinder gehen hier zur Schule. Über 80 Mütter mit Kleinkindern, Behördenmitglieder und ein gewichtiger Teil der lokalen Bevölkerung bilden ein farbenfrohes Umfeld. Die Erwartungen sind beiderseits hoch. Auf privater Basis kann ein Terrain gekauft werden. Es soll zum Anpflanzen und Ernten benützt werden und der Selbstversorgung für die zwei täglichen Gratismahlzeiten dienen. Aber auch ein Ort der Berufsbildung sein. Hier wie in St. Michael, im Mathare Slum von Nairobi, soll Berufsbildung gefördert werden. Vanik überfliegt und filmt das Gelände mit einer Drohne. Das Synesius Ambulatorium, welches von Patienten aus 23 umliegenden Gemeinden aufgesucht wird, verlangt grosse Anstrengungen hüben und drüben.  Die Perspektiven hier, sind aber sehr zukunftsträchtig

 

Dienstag, 22. Januar: Besuch eines privaten Kindergartens in Kisumu und Rückflug nach Nairobi. Besuch der St. Bridget Mother and Child Institution. Eine Institution, die wir seit 10 Jahren unterstützen, die wir aber bald getrost in die Unabhängigkeit entlassen können. Ein Grundsatz der EWZ (Entwicklungszusammenarbeit) lautet «Sich selbst als Organisation überflüssig machen».

 

Mittwoch, 23. Januar: St. Michael Education Centre und Synesius Ambulatorium. Hier können wir dem Leiter Godfrey Khisa Wafulu unsere Mitarbeit für die nächsten drei Jahre versprechen und das dank zweier grosszügiger, ausserkantonalen Sponsoren und natürlich der Mitglieder unseres Projekt Synesius. Davon profitieren 250 SchülerInnen und 2500 Patienten jährlich. Letztere mit mehrmaligen Konsultationen. Anschliessend Besuch des German Doctors Zentrums. Leiterin Frau Dr. Yvonne Flammer. Wer erinnert sich noch an die Velohandlung ihrer Eltern an der Zürcherstrasse 19? Frau Flammer wird das Synesius Ambulatorium mit guten Ratschlägen unterstützen und die Schwestern zur Weiterbildung einladen.

 

Ein tröstlicher Abschluss der Reise waren zwei Treffen mit Pater Peter Meienberg. Er wird dieses Jahr 90 und besucht jede Woche noch das von ihm betreute Frauengefängnis Langata. 600 Frauen sitzen hier ein. Viele unschuldig. Sie kennen ihre Rechte nicht. Zu seinen Büchern meint er: »Diese sind ein Glaubensbekenntnis auf grauen Seiten, weil die weisse Weste Flecken trägt.» Er urteilt nicht über andere, sondern er solidarisiert sich mit den Schwächsten. Dieser Maxime möchte auch Synesius folgen. Peter Meienberg anvertraut dem Schreibenden einen ganzen Ordner von Artikeln über seinen 12 Jahre jüngeren Bruder und Schriftsteller Niklaus, eines Konsemesters in Fribourg. Am späten Donnerstagabend tritt der Schreibende mit neu aufflammender Hoffnung den Rückweg an.  War die Reise also ein Erfolg? Im Sinne von gegenseitigem Respekt und Menschlichkeit, sicherlich ja.

 

 


Grundsätzliches zur Unterstützung des St.LillyNikki Centre und des Synesius Dispensarys in Lwanda/Kenia. Ansprache vom 21. Januar 2019, welche von Isidor Peterhans simultan ins Swahili übersetzt wurde

LillyNikki,  Hotuba ya 21 Januari 2019

 

Ndugu zangu, watoto,  walimu, manesi, wapishi, washonaji na nyinyi nyote mnaohusika na kituo hiki cha St. LillyNikki, wapendwa watu wa kijiji hiki cha pekee na wa taifa kubwa la Kenya. Ninawasalimu wote.

 

Kwa namna ya peke ninakusalimu wewe Mama Caroline Khisa Wafula, mkuu wa kituo hiki.

 

Leo, kwa mara ya tano tuko hapa pamoja nanyi. Mara ya kwanza tulikuja tarehe 27 mwezi Januari 2015. Na tunaona wazi maendeleo. Idadi ya wanafunzi imeongezeka. Uwanja umepanuka, yapo majengo mapya, hasa jengo zuri la dispensary.

 

Sisi tupo hapa kama watu wanaoshiriki katika mradi mmoja, na siyo kama benki ambayo inajaza mapengo kila wakati, ila kama watu wanaojenga pamoja, wenye malengo na matumaini mamoja. Na haya ninayosema hapa Lwanda yahusu kwa kiasi kikubwa pia St. Michael’s Education Centre, Mathare.

 

Nia yetu siyo kuwapatia utajiri ya vitu ila utajiri zaidi ya afya na elimu, utajiri wa maisha yenye tumaini kwa siku za mbele. Utajiri wa kutarajia ulimwengu mwenye haki kwa watu wote. Utajiri wa vitu mtahitaji kujipatia wenyewe, huenda hasa kupitia afya njema zaidi na elimu nzuri zaidi ambazo zitawawezesha kujenga maisha mema.

 

Infaa kujiuliza ninyi ni watu wa aina gani? Watu wenye malengo gani?  Ni watu wanaoshikamana katika nia ya kuwawezesha watoto wenu kuwa na maisha bora. Watu wanaofanya kazi pamoja na kusaidiana bila kujali siasa, dini, jinsia, kabila, utajiri au sura. Kwa kifupi, watu wenye mapenzi mema. Hilo ni lengo lenu sasa na daima.

 

Na sisi ni nani? Ni kundi la watu wanaomhesimu mtu ambaye aliishi miaka mingi iliyopita, yaani Mt. Synesius. Tunamheshimu kwa sababu alikuwa na tabia kama tunavyoamini ni tabia yenu pia, yaani utu mwema, haki,  bila ubaguzi, mwenye heshima kwa watu wote, hasa kwa watu dhaifu na maskini. Synesius anasadikiwa kwamba alikuwa na uwezo kuponya watu wenye shida za macho. Kipaji chake kizuri zaidi kilikuwa kuona mbali, siyo kwa macho ya mwili tu ila hasa kwa macho yake ya kiroho.

 

Wakati mwingine tunashindwa kuitikia kwa mahitaji na matazamio yenu yote. Kwa hayo ninawaomba radhi; hata uwezo wetu una mipaka, katika mambo ya kimwili na mambo ya kiroho pia.

 

Ninyi mnahangaika muda wote na shida zenu za kila siku. Sisi tuko pamoja nanyi mara moja moja tu, ingawa tuko pamoja nanyi daima kimawazo, na hatupendi kuuwaachia peke yenu, kwa kusaidia kifedha lakini pia na hasa kwa kuwa kitu kimoja katika moyo na mawazo na nia ya kushirikiana nanyi. Leo tuko hapa pia na Dr. Yvonne Flammer, ambaye anafanya kazi huko Mathare, Nairobi, karibu na St.Michael Centre, katika Senta ya German Doctors; yeye yuko tayari kuangalia pamoja nanyi namna ya kuboresha uendeshaji wa Dispensary yenu hapa Lwanda na pia huko Mabatini, Mathare.

 

Tunapenda kweli kuwa pamoja nanyi wakati mnapoendeleza mipango yenu na kuifikisha katika hali ya kujitegema.

 

Ni kweli kujitegmea kuhitaji aina fulani ya akiba ya fehda. Lakini kimsingi zaidi ni kuwa na mazingira yanayowezesha kufanikisha mradi. Wanavijiji wote wawe na lengo moja, yaani kuwasaidiana na kuwasaidia wale wasio na uwezo.  Hayo yanahitaji ushirikiano wa kweli. Utajiri wenu ni watoto wenu; utajiri wenu ni walimu wenu; manesi wenu, wapishi wenu na wote wanaofanya kazi pamoja, ni nyini nyote.

 

Huku Lwanda kwenye kituo cha Lilly Nikki, baada ya kuwa na miundombinu imara kama majengo kwa ajili ya shule na zahanati, ingefaa kuwa na ardhi ya kilimo kwa ajili  ya kujipatia chakula, huenda hata kuwa na mizinga, kuwa na nyuki na kupata asali. Hayo yote yafanywe kwa bidii lakini daima kwa kuheshimu mazingira na watu.

 

Synesius na baadhi ya wafadhili wangependa kuunga mkono nanyi katika mpango wa kupata ardhi au eneo kubwa zaidi kwa ajili ya kituo cha afya na kwa shule hii ya St. LillyNikki.

 

Kinachotakiwa ni pia mchango wenu; nia ya wahusika kwa mfano kuwa tayari kuachia  ardhi kwa ajili ya senta ya LillyNikki hapa Lwanda kwa faidia ya wanakijiji wote. Lazima kuwa na uwiano bora kati ya wahusika wote, kati ya sisi watu wa Bremgarten huko Uswisi na watu wa hapa Lwanda, watu  wa “mji mdogo wa St. LillyNikki” na pia wakaazi wa huko Mabatini, Mathare.

 

Bila uwiano huo mzuri kati ya wahusika wote, kushirikiana kwetu hawezi kuzaa matunda mema. Tunahitaji kushirikiana kama watu walio sawa,  watu wenye malengo mamoja. Kwa manufaa ya wote. Kwa manufaa ya watoto wetu, na maisha yetu ya siku za mbele, kwa manufaa ya watu wote wenye mapenzi mema hapa Lwanda na huko Mathare, katika nchi nzima ya Kenya, na pia huko kwetu Uswisi na katika ulimwengu  mzima.

 

Maisha ya watoto wetu ni mikononi mwetu sisi sote.

 

Asanteni kwa kunisikiliza,

Kwa niaba ya watu wenu wa Synesius. – Stephan Gottet


LillyNikki, Ansprache vom 21. Januar 2019

 

Liebe Anwesende, liebste Kinder, Lehrer, Krankenschwestern, Köchinnen, Schneiderinnen und alle am St.LillyNikki Centre Beteiligten, liebe Bewohner dieser aussergewöhnlichen Gegend und stolze Bürger Kenias.

 

Liebe Caroline Khisa Wafulu

 

Bereits zum fünften Mal besuchen wir eure Institution. Erstmalig am 27. Januar 2015. Was für Fortschritte wurden seither realisiert. Man sieht das augenfällig an der Zunahme der Anzahl von Schülern und Schülerinnen. An der Ausdehnung des Terrains, der neuen Bauten des neuen, sehr gefälligen Dispensary’s.

 

Wir möchten hierher als Partner kommen, nicht als Bankinstitut, welches immer wieder entstehende Löcher stopft.

 

Augenhöhe möchten wir erreichen. Partner sein. Partner mit Euch, mit gleichen Zielen und Hoffnungen.

 

Wir möchten Euch nicht materiellen Reichtum bringen, sondern ganz im Gegenteil immateriellen Reichtum an Gesundheit und Reichtum an Bildung. Reichtum an einer gemeinsamen guten Zukunft. Reichtum an Hoffnung für eine gerechtere Welt.

 

Den materiellen Reichtum müsst Ihr Euch selbst schaffen. Vielleicht ermöglicht Euch aber gerade gute Gesundheit und bessere Bildung Eure Hoffnungen zu realisieren?

 

Was seid Ihr? Was repräsentiert Ihr? Eine verschworene Gesellschaft mit gleichen Zielen, nämlich denen, dass es Euren Kindern einmal besser ergehen möge. Ihr seid Menschen, die sich unabhängig von Geschlecht, Politik, Religion, Sippe, Aus- und Ansehen und Vermögen, untereinander austauscht und Euch gegenseitig helft. Kurzum: Menschen guten Willens. Das sei Euer Ziel und soll es auch bleiben.

 

Was sind wir? Auch eine Gesellschaft, die sich um einen längst verstorbenen Menschen schart, nämlich Synesius, dem wir die gleichen Eigenschaften, wie Ihr sie habt, zuschreiben, nämlich Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Vorurteilslosigkeit und vor allem Respekt vor dem Anderen, dem Schwächeren. Synesius wird übrigens die Eigenschaft Augenschäden zu heilen zugeschrieben. Seine beste Eigenschaft aber sei die der Weitsicht.

 

Entschuldigen möchte ich mich bei Euch, dass wir leider nicht immer auf gleicher Höhe sein können mit Euch. Denn auch unsere geistigen und materiellen Ressourcen sind beschränkt.

 

Denn Ihr seid rund um die Uhr mit Euren Sorgen beschäftigt. Wir, naturgemäss etwas weniger. Diesen Anteil möchten wir verbessern. Euch nicht allein lassen.

 

Partner, nicht nur auf finanzieller Basis, sondern auch im Herzen.

 

Darum ist es uns auch ein grosses Anliegen bei der Realisierung Eurer Projekte dabei zu sein. Bis zu Eurer Selbstständigkeit.

 

Selbstständigkeit setzt auch eine gewisse Reserve an finanziellen Reserven voraus. Zuerst aber müssen die strukturellen Gegebenheiten stimmen. Alle Dorfbewohner sollen das gleiche Ziel vor Augen haben, nämlich dem Nächsten zu helfen, dem Schwächsten beizustehen. Das setzt eine gesunde Solidarität voraus. Euer Reichtum besteht in der Zukunft Eurer Kinder.  Euren Reichtum bilden Eure Lehrkräfte, Krankenschwestern, Köchinnen etc., Ihr alle.

 

Sobald Ihr eine genügend solide Infrastruktur habt, wie geeignete Gebäude für Schule und Synesius Dispensary, wie Agrarland, zur Selbstversorgung und auch zur Ausbildung in Agrikultur, wie Pflanzen und Ernten, auch eine Apikultur wäre wünschenswert. Alles aber immer im Respekt vor der Natur und vor der Natur des Menschen.

 

Synesius und gewisse Sponsoren möchten Euch dabei beim Landerwerb unter die Arme greifen. Er erwartet aber auch einen Beitrag von Euch. Diejenigen, welche dazu die Möglichkeit haben, sollen auch ihren guten Willen zeigen, indem sie z. B. Land der St.LillyNikki Institution vermachen. Die Ausgewogenheit, die Balance, zwischen Synesius dort in Bremgarten, in der Schweiz und hier in Lwanda, fast hätte ich Little LillyNikki Village gesagt, soll ausgewogen sein. Nur so kann Partnerschaft funktionieren. Augenhöhe eintreten. Zum Wohle von uns allen. Zum Wohle unserer Kinder, unserer Zukunft. Für alle Menschen guten Willens, hier in Lwanda, in Kenia, in Afrika in der Schweiz und auf der ganzen Welt. Deren Schicksal trägt Ihr und wir in unseren Händen.

 

Herzlichsten Dank, Euer Synesius und seine Mitstreiter.


Synesius wünscht Ihnen ein gutes und gesundes 2019

Hier bei unseren Partnern in der Schweiz und dort bei unseren Partnern in Afrika.

Synesius und alle mit ihm verbundenen Kinder und Betreuer bedanken sich herzlichst bei allen Mitarbeitenden und Sponsoren.

Vom 20. Januar 2019 an, werden Isidor Peterhans, Frau Dr. med. Yvonne Flammer, Vanik Kaufman-Jinoian und Stephan Gottet vor Ort sich mit  den Nöten und Hoffnungen aller am Projekt Synesius Beteiligten auseinandersetzen und Ihnen dann berichten. Nicht nur nackte Zahlen, sondern auch künftige Aussichten, werden wir Ihnen, und zwar ohne Augenbinde, zu schildern versuchen.
Ein besonderes  Augenmerk wird Synesius auf seine grossen Projekte in Kenia werfen, nämlich


1    In Nairobi,  im Mathare Mabatini Slum, auf das St. Michael Educational Centre mit dem Synesius Dispensary. Aktuell werden in dieser Schule 250 Kinder betreut. Im Synesius Ambulatorium wird auch die lokale Bevölkerung medizinisch versorgt. Schule und Dispensary entstanden 2008, basierend  auf einer Elterninitiative. Synesius war seit Anbeginn Partner dieser Institution.


2    In Lwanda/Bungoma, nahe der Grenze zu Uganda: das St. LillyNikki Educational Centre mit dem Synesius Dispensary. Aktuell werden 190 Kinder betreut. Die lokale Bevölkerung ist wegweisend für das Schicksal dieser Institution, beteiligt sich daran und profitiert direkt vom medizinischen Angebot.  Auch hier ist Synesius seit der Gründung dieser Institution im Jahre 2013 Partner.
Der Dank von 440 Kindern und ihren Betreuen ist Ihnen, liebe Mitarbeitenden und Unterstützer gewiss.

Mit hoffnungsvollen Grüssen Ihr Projekt Synesius

14. Reusswanderung vom 28. Oktober 2018

Hund, respektiv Hündin, Sophie begleitete die unerschrockenen Pilger von der Heiligen Justa im Gnadenthal zum nicht minder Heiligen Synesius nach Bremgarten.

Seine Anvertraute – Karin Koch Wick – richtete unterwegs einige bemerkenswerte Worte an ihre regennassen Begleiter. Siehe den Diskurs von lic.iur. Karin Koch Wick im Anhang.

Die Kernaussage: Gibt es einen Unterschied bei der  Zusammenarbeit mit einem gewissen Entwicklungspotenzial bei geistig und körperlich benachteiligten Menschen hier in der Josef-Stiftung und dort in den Slums von Ostafrika bei sozial, physisch und psychisch benachteiligten Menschen? Eine Antwort erübrigt sich. Synesius gilt als Augenöffner nicht nur als Heiler.

 

Text «Wallfahrt Synesius» lesen


Drei interessante Beiträge

Zeitungsartikel über die 14. GV des Hilfsvereins Projekt Synesius

Die 12. Reise Synesius nach Ostafrika

Seit Bestehen des Vereins Projekt Synesius im Jahre 2005, haben Verantwortliche dieser Institution, zum zwölften Male ihre Vorhaben in Ostafrika besucht. Diesmal bildeten Ehrenmitglied Pater Isidor Peterhans  aus Daressalam, Vorstandsmitglied Vanik Kaufmann-Jinoian aus Stein/AG und Stephan Gottet aus Bremgarten die kleine Reisegruppe. Wie immer berappten sie alle Ausgaben, inkl. Flüge, aus eigener Tasche.

 

Vom Sonntag, den 15. April bis Freitag, den 20. April durchlebten die Teilnehmer ein äusserst dichtes und wegweisendes Programm. In  Nairobi stiess Isidor Peterhans, aus Tansania kommend, dazu.

 

15. April: Übernachten am Flughafen in Nairobi.

Montag, den 16. April: Frühmorgens Abflug nach Kisumu, am Viktoriasee      gelegen. Dreistündige Taxifahrt nach Lwanda/Bungoma. Ankunft kurz vor 11.00 Uhr.  Wir wurden mit  überbordenden Gesängen und freundlichen, typisch (?) afrikanischen Akklamationen empfangen. An der Spitze die Direktorin  Caroline Khisa Nguse, welche gleichzeitig auch Vorstandsmitglied des St. LillyNikki Children Education Centre, Lehrerin und Mutter von fünf Kindern ist.

 

Die Schule umfasst 184 Schüler und Schülerinnen. Aufgeteilt in Kindergarten, zwei Einführungsklassen (Pre Primary) und acht Grundschulklassen.

 

15 Lehrer Innen

3 Krankenschwestern

2 Köchinnen

7 Vorstandsmitglieder

1 Wächter

1 Sekretärin

1 Schneiderin, mit dem Namen Lilly Wasike, die sich besonders an der Namensgebung der LillyNikki Institution freute.

 

Aus dieser Aufstellung lässt sich schliessen, dass ein Grossteil der lokalen Bevölkerung Anteil an der Schule und dem Synesiusambulatorium nimmt.  Während unserer Anwesenheit war die Synesiuskrankenanlaufstätte richtiggehend belagert (siehe Foto). Damit diese Institution auch in Zukunft florieren kann, hat ein Anonymus oder auch eine Anonyma, versprochen,  ein Acre (4046,86 Quadratmeter) zu kaufen. Der Vertrag sollte nächstens vorliegen.

 

Dienstag, 16. April: Rückreise nach Nairobi


Mittwoch, 17. April: Besuch der St.Michael School und des Synesius Dispensary’s.

Hier werden noch die genauen Schüler-und Angestelltennamen nachgeliefert. Das Ambulatorium wird weiter ausgebaut und platzt schon jetzt aus allen Nähten. Die Angestelltenlöhne sollten angehoben werden. Obwohl wir während den Schulferien St. Michael besuchten, konnte der Direktor und Lehrer Godfrey Khisa Wafula die meisten Schüler und einen nicht geringen Anteil der Bevölkerung versammeln. Eine Verbindung zur German Doctors Institution, die unweit von St. Michael  im Mathare Slum angesiedelt ist, soll intensiviert werden. Leiterin ist Frau Dr. med. Yvonne Flammer, mit Bremgarter Wurzeln. Ebenso besteht eine zahnmedizinische Verbindung zur Zahnstation in der St. Bridget Mother and Child  Organisation.

 

Besuch der Dispensaries der St. Bridget‘s  Mother&Child Institution. Durch geschickte Diplomatie konnten anfängliche kontroverse Meinungen unter einen Hut gebracht werden. Die Zahnklinik und das Labor sollen ausgebaut werden. Die Weiterbildung von Zahnarzt Fred Diego soll gewährleistet sein. Labor und Klinik in absehbarer Zeit unabhängig von Synesius agieren können.

 

Am Abend Essen mit Pater Peter Meienberg. Er hat den Kontakt zwischen dem Synesius Dispensary St. Michael und Frau Dr. Yvonne Flammer eingefädelt.

 

Meinen Mitreisenden möchte ich an dieser Stelle den besten Dank und damit meine Bewunderung für ihren uneigennützigen Einsatz übermitteln. Im Zentrum der Reise stand das gemeinsame Anliegen des Synesius, Respekt und Augenhöhe mit unseren Partnern in Afrika.

 

StG.

 

ST. LILLY NIKKI CHILDREN EDUCATION CENTRE

MATOKEO  NA  UFANISI KUTOKANA   NA  MSAADA WENU WA MIEZI  MITATU.

We are so thankful to bring to your attention that through your dear and kind support, we managed to provide the following;

  1. Free medical services for both our children and the community People at large.
  2. Improvement on the nutrition for both our children and for our staff members.
  3. Purchase of some school stationery.
  4. Payment of workers   wages.

RECOMMENDATIONS.

We recommend that for the near future if God willing to finish up the newly started dispensary to serve the destitute population of Lwanda residence.
-        Starting income generating projects i.e honey project”, tailoring and computer project respectively.
-        Improvement of the salaries to the workers.

 

NOTE: St. Lilly Nikki now has enrolled 21 candidates to sit for the national examination towards the end of this year. So, we would like to inform you that they require several learning and teaching resources. We all believe that with God’s willing then we can stabilize this class for early preparation of K.C.P.E exam. (Kenya Certificate of Primary Education).

Best regards

CAROLINE.

 

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ST. LILLY-NIKKI KINDER-BILDUNGSZENTRUM.
MATOKEO NA UFANISI KUTOKANA NA MSAADA WENU WA MIEZI MITATU.

Wir sind so dankbar, Ihnen zur Kenntnis bringen zu können, dass wir dank Ihrer lieben und freundlichen Unterstützung Folgendes zur Verfügung stellen konnten:

  1. Kostenlose medizinische Versorgung  für unsere Kinder und die Gemeinschaft der Dorfbevölkerung von Lwanda.
  2. Verbesserung der Ernährung für unsere Kinder und für unsere Mitarbeiter.
  3. Kauf von Schulmaterial.
  4. Bezahlung der Arbeiterlöhne.

EMPFEHLUNGEN

Wir empfehlen für die nahe Zukunft, wenn Gott will, die neu begonnene Apotheke fertig zu stellen, um der mittellosen Bevölkerung von Lwanda zu dienen.
- Beginn [Aufbau] Einkommen schaffender Projekte, das heisst „Honig-Projekt", Schneiderei und Computer-Projekt.
- Verbesserung der Gehälter für die Mitarbeiter.

 

ANMERKUNG: St. Lilly-Nikki hat jetzt 21 Kandidaten für die nationale Prüfung gegen Ende dieses Jahres eingeschrieben. Daher möchten wir Sie darüber informieren, dass sie mehrere Lern- und Lehrressourcen benötigen. Wir alle glauben, dass wir mit Gottes Willen diesen Kurs für eine frühe Vorbereitung auf die K.C.P.E-Prüfung (Kenya Certificate of Primary Education) stabilisieren können.

Freundliche Grüsse

CAROLINE.

ST. MICHAEL CHILDREN EDUCATIONAL CENTRE QUATERLY REPORT

MAFANIKIO AMBAYO YAMEPATIKANA KUTOKANA NA UZAIDIZI WENU WA MIEZI MITATU.

We would like to sincerely thank project Synesius for having stood with our children, teachers, Nurses and the entire community of Mathare for all those years. For the last three months, we were able to reach the following;

  1. Extension of free medical services to part of Mathare residence.
  2. The finished laboratory room.
  3. Improvement on the nutrition for both our sickly children and other patients at large.
  4. With the support from the other partners,BadkrozigenSchule (Germany), we have come up with posho mill projects, tailoring and carpentry above all computer services in our school.we also managed to send some children to youth polytechnic to learn atrade.
  5. Improvement on the remuneration of our workers.
  6. Addition of some school stationeries.

RECOMMENDATIONS.

We look forward to improve on our service delivery above all, reviving the St. Michael micro-finance women help group (SMMFWHG) that will empower single mothers/parents to start small scale business that will enable them to earn a living.

We thank you so much and  we all wish you goodhealth and blessing.

Best regards;

Godfrey.

 

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ST. MICHAEL KINDER-BILDUNGSZENTRUM, VIERTELJAHRESBERICHT
MAFANIKIO AMBAYO YAMEPATIKANA KUTOKANA NAZAIDIZI WENU WA MIEZI MITATU

Wir möchten dem Projekt Synesius aufrichtig danken, dass es all die Jahre unseren Kindern, Lehrern, Krankenschwestern und der gesamten Gemeinschaft von Mathare beigestanden hat. In den letzten drei Monaten konnten wir Folgendes erreichen:

a. Erweiterung der kostenlosen medizinischen Dienstleistungen für einen Teil der Mathare Bewohnern.

b. Fertigstellung des Laborraums.

c. Verbesserung der Ernährung sowohl für unsere kranken Kinder als auch für andere Patienten im Allgemeinen

d. Mit der Unterstützung der anderen Partner, der Bad Krozigen-Schule (Deutschland), haben wir an unserer Schule Posho-Mühlen-Projekte, Schneidern und die Schreinerei entwickelt, vor allem [auch?] Computerdienstleistungen. Wir haben es auch geschafft, einige Kinder ans Jugendtechnikum zu schicken, damit sie einen Beruf erlernen.

e. Verbesserung der Entlohnung unserer Mitarbeiter

f.  Hinzufügung von Büro- [Schul-?] -material.

 

EMPFEHLUNGEN

Wir freuen uns darauf, unsere Dienstleistungserbringung vor allem durch die Wiederbelebung der St. Michael-Mikrofinanz-Frauenhilfsgruppe (SMMFWHG) zu verbessern, die alleinerziehenden Müttern/Eltern die Möglichkeit geben wird, Kleinunternehmen zu gründen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Wir danken euch so sehr und wir alle wünschen euch gute Gesundheit und Segen.


Freundliche Grüsse
Godfrey


Liebe Freunde des Hilfswerkes Projekt Synesius

Ganz herzlichen Dank für Ihre so höchst willkommene Unterstützung! Synesius geht wirklich zu den Ärmsten. Zu Kindern, deren Eltern und den Benachteiligen der jeweiligen  Gemeinschaft. Auch diese sollen Zugang zu einer minimalen medizinischer Versorgung und zu einer schulischen Ausbildung haben um einmal ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen zu können. Adventszeit? Zeit des gegenseitigen Geschenkaustausches? Was aber können uns die fragenden Kinderaugen schenken? Ein Versprechen für eine bessere Zukunft? Hier und dort? Warum nicht?
Der Vorstand gibt sich alle erdenkliche Mühe Ihren Beitrag in die Zukunft von Benachteiligten zu investieren.

Mit guten Wünschen für Ihre/unsere besinnliche Adventszeit

Der Vorstand «Projekt Synesius»

Spendenkonto:
PC 50-6-9
IBAN: CH79 0076 1016 1013 3892 1
Vermerk: Projekt Synesius

Sozialprojekt der Firmanden

Zum ersten Mal organisierten die Firmandinnen und Firmanden zum Synesius-Fest ein Kuchenbuffet im Pfarreisaal Bremgarten.

 

Mit viel Elan motivierten sie schon die Passanten auf der Strasse, einen Abstecher zu ihrem Kuchenbuffet – oder besser gesagt: Dessertbuffet – zu machen. Das Buffet bestand aus über 25 verschiedenen leckeren Desserts. Vom Tiramisu über die Linzertorte, «Marronischnittli» und die beliebte Schwarzwäldertorte bis zu originell verzierten Muffins.

 

Noch spannender, als die Desserts zu verkaufen, war am Ende des Tages vor allem eins: Die Einnahmen zu zählen, um herauszufinden, wie viel dem Projekt Synesius gespendet werden kann. Alejandro schätzte circa 400 Franken. «Nein», meinte Melanie, «ich habe es bereits einmal durchgezählt und es sind sicher etwa 680 Franken.» Nicht 400, auch nicht 680 sondern stolze 900 Franken waren es. Diese konnten die Firmandinnen und Firmanden Andreas Koch für den Verein Synesius während des letzten Firmblocks übergeben.

Andreas Koch bedankte sich für den tollen Einsatz und die Geldspende für das Projekt Synesius. Alle freuen sich nun riesig, mit dem gesammelten Geld die Bildung für die Kinder in Kenia unterstützen zu dürfen. Denn Bildung kann ihnen niemand mehr nehmen.

Natürlich wäre das auch ohne die Buffet-Besucherinnen und -Besucher nicht möglich gewesen, ihre Unterstützung und Konsumation war wichtig für das Gelingen.

Die 12. Wallfahrt vom 22. Oktober 2017. Von der Heiligen Justa im Gnadenthal zum Heiligen Synesius in Bremgarten

Die wundersame Reusspilgerwanderung von der Heiligen Justa im Gnadenthal zum Heiligen Synesius nach Bremgarten.

 

Trotz beunruhigenden Unkenrufen von renommierten Wetterfröschen, fand die 12. Wanderung vom 22. Oktober bei schönstem Herbstwetter statt.

 

Irene Briner, Silvio Blatter, Hanspeter Ernst, Heinz Koch und Stephan Gottet unterbrachen die hoch motivierten Pilgersleut mit sinngebenden Gedanken.

Zuerst führte uns Dr. Heini Briner durch die aktuelle Ausstellung «Macht und Pracht». Irene Briner, die Verantwortliche für Kultur im Reusspark Niederwil, hat zusammen mit ihrem Gatten Heini Briner diese denkwür-dige Ausstellung konzipiert. Was da zusammengetragen, dem Verges-sen entrissen und ans Tageslicht geholt worden ist, verdiente eine eigene Publikation. Der beiden Enthusiasmus wirkte ansteckend und be-flügelte die Anwesenden. Irene Briner hatte sich folgende Gedanken zum Leitbild gemacht:


Bei Trost sein
„Ich ging im Walde so für mich hin, …“
Goethe. Anfang des Gedichts „Gefunden“
Einfach so für-sich-hingehen ist sinnfrei, sinnlos.
Jemand, der das tut, ist nicht ganz bei Trost.


Das bringt nichts, das kann man nicht kaufen und verkaufen, auch nicht in einer Excel-Tabelle erfassen.
Unmöglich, unglaublich!


Im Gegensatz dazu ist eine Wallfahrt oder eine Pilgerreise nicht einfach ein So-für-sich-hin-gehen. Auch unsere Wallfahrt nicht. Wir latschen nicht sinnlos durch die Gegend. Wir wandern der Reuss entlang von der Katakombenheiligen Justa zum Augen-heiligen Synesius. Von hier nach Bremgarten. Und alle wissen, dass das schon sehr sinnvolle Projekt Synesius dahinter steht. Und auch der ebenso sinnvolle Reusspark.
Und wir wissen, dass der Augensegen, der in Bremgarten erteilt wird, und der früher auch hier gespendet wurde, vielen Men-schen hilft und geholfen hat. Durch die Berührung, das Ritual und den Glauben.
Und wir wissen auch, dass die heutige Medizin sich genau das wieder zu Nutzen macht. Hier heisst der erhoffte Heilungs-Ef-fekt Placebo.


Daneben finden alle, die heute mitkommen auf die Wallfahrt nach Bremgarten, darin ihren eigenen Sinn.
Einige kommen mit, weil sie gebeten worden sind. Sie sollen mit ihren klugen Worten und ihrer Sprachgewalt Sinn stiften. Und dafür schauen, dass die Wallfahrerinnen und Wallfahrer unterwegs bei Trost sind und am Ende wohlbehalten in Brem-garten bei Synesius ankommen. Dafür sei ihnen hier gedankt: Dir, lieber Stephan Gottet, lieber Heinz Koch, lieber Silvio Blat-ter, lieber Hanspeter Ernst. Und auch Dir, lieber Zoltan Toth. Auch danke ich dem Reusspark für Kafi und Gipfeli. Und dem Verein Projekt Synesius für die Unterstützung.
Gerne weise ich hier hin auf die sehr sehenswerte Ausstellung „Einsiedeln. 100 Jahre pilgern“ im Landesmuseum in Zürich. Prospekte liegen auf.
Alles sinnvoll und bestimmt nicht einfach so für sich hin.


Wobei:
Wenn ich einfach so für mich hin gehe, bedeutet das ja noch lange nicht, dass ich das nicht mit allen meinen Sinnen tue. Auch wenn es sinnfrei ist, kann ich bei Sinnen sein, obwohl ich vielleicht nicht ganz bei Trost bin.
Wenn ich denn also mit einer angemessenen Aufmerksamkeit einfach so für mich hin gehe (ich will ja nicht einfach so auf die Nase fallen), dann kann es sein, dass ich – wie weiland Goethe – im Schatten etwas stehen sehe. Habe ich ein offenes Ohr, höre ich vielleicht, dass mich etwas anspricht. Vielleicht hebe ich es auf, trage es mit, bringe es nach Hause, schenke ihm weiterhin Aufmerksamkeit, denke oft dabei an den Tag, an dem ich einfach so für mich hin gegangen bin…


Kann sein, dass dann dieses Etwas mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und ich bei Trost bin.
So habe ich denn, nur weil ich einfach so für mich hingegangen bin, meine Reliquie. Obwohl sie nur das ist, was konkret und fassbar übrig ist von meinem Spaziergang einfach so für mich hin. Vielleicht öffnet sie mir die Augen. Und gibt mir den leisen Mut, weiterhin und öfter einfach so für mich hin zu gehen. Auch, wenn es sinnfrei ist. Und man denken könnte, dass ich nicht ganz bei Trost bin.


Hier das Gedicht


Gefunden (Johann Wolfang von Goethe um 1827)

Ich ging im Walde so für mich hin,
und nichts zu suchen, das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich ein Blümchen steh'n,
wie Sterne leuchtend, wie Äuglein schön.
Ich wollt' es brechen, da sagt' es fein:
Soll ich zum Welken gebrochen sein?
Ich grub's mit allen den Würzlein aus,
zum Garten trug ich's, am hübschen Haus,
Und pflanzt es wieder am stillen Ort;
Nun zweigt es immer und blüht so fort.


Lassen Sie uns gehen!

 

 

 

 

Sonntag, 22. Oktober 2017: WALLFAHRT – von Justa im Gnadenthal zu Synesius nach Bremgarten

Die jährliche Wallfahrt des Projektes Synesius nach Bremgarten beginnt auch 2017 im Kloster Gnadenthal. Bei der Katakombenheiligen Justa.

Bei Trost sein: Unterwegs wird die Wallfahrt traditionsgemäss ausgeschmückt mit starken Worten, feinsinnigen Gedanken, spannenden Gesprächen und intensiven Begegnungen.

In diesem Jahr sprechen Dr. Stephan Gottet, Heinz Koch, Silvio Blatter und Dr. Hanspeter Ernst.

Treffpunkt:
10 Uhr     im Eingang des Klosters Gnadenthal
ab 9.30 Uhr     
offeriert der Reusspark im Foyer des Klosters Kaffee und Gipfeli 
Sonderausstellung im Kreuzgang MACHT UND PRACHT offen ab 9 Uhr.


Grussworte:
10.15 Uhr     von Zoltán Tóth und Irene Briner


Verbindungen ÖV:
8.45 Uhr     Treffpunkt Bahnhof Bremgarten
8.57 Uhr     
ab Bremgarten nach Stetten Küntenerstrasse und ca. 10 Min. zu Fuss ins Kloster Gnadenthal
9.25 Uhr     ab Bremgarten via Wohlen nach Niederwil Gnadenthal

Die Wanderung geht mit Schwung über die neue Brücke ans rechte Reussufer und führt durch die sagenhafte Flusslandschaft auf gutem Wanderweg bis nach Sulz-Künten zum Rohrhof der Familie Töngi. Dort treffen die Pilgerreisenden am Mittag ein.

Nach einer ausgiebigen Rast geht die Wanderung um 13.30 Uhr weiter nach Bremgarten zur Stadtkirche und zum heiligen Synesius.

ST.LILLY NIKKI CHILDREN EDUCATION CENTRE

HATUA AMBAZO  ZIMEPATIKANA KUTOKANA NA USAIDIZI WENU KWA MIEZI TATU.


We would like to inform you that through your continued support we managed to provide free medical services for our children and the destitute population of Lwanda residence.

 

In addition, we also managed to pay our workers,improvement on the nutrition for our staff and for our children at large.

 

We are also glad to bring to your attention that we managed to connect electric power to both the school and the newly build unfinished dispensary and school painting (aesthetic value).

 

The way forward

Through your next support, we look forward to improve the salaries of our workers, finishing up the newly build dispensary, connecting the school and the dispensary with clean water, improvement on the balanced diet for our children and additional of school stationeries.

Thank you very much for your continued great support. We all wish you our God’s blessings.

 

Best

Regards; CAROLINE


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ST. LILLY NIKKI KINDERBILDUNGSZENTRUM

HATUA AMBAZO ZIMEPATIKANA KUTOKANA NA USAIDIZI WENU KWA MIEZI TATU

(Suaheli = DASS DIE ANGELEGENHEITEN FÜR DREI JAHRE MIT IHREM DRITTEN ERDE VERFÜGBAR SIND)

 

Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir durch Ihre fortgesetzte Unterstützung unseren Kindern und der mittellosen Bevölkerung von Lwanda eine kostenlose medizinische Versorgung anbieten konnten.

 

Ausserdem konnten wir auch unsere Mitarbeiter bezahlen, sowie für die Verbesserung der Ernährung unserer Mitarbeiter und unserer Kinder im Allgemeinen zahlen.

 

Wir freuen uns auch, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass es uns gelungen ist, sowohl die Schule als auch die neulich errichtete, noch nicht fertig eingerichtete Apotheke mit Strom zu versorgen. Ebenso wurden die Aussenwände der Institution mit Malereien versehen.

 

Der zukünftige Weg:

Durch Ihre nächste Unterstützung freuen wir uns darauf, die Gehälter unserer Mitarbeiter zu verbessern, die neu errichtete Apotheke fertig zu stellen, die Schule und die Apotheke mit sauberem Wasser zu verbinden, die ausgewogene Ernährung unserer Kinder zu verbessern und zusätzliche Schreibwaren zu erwerben.

Vielen Dank für Ihre weiterhin gute Unterstützung. Wir alle wünschen Ihnen Gottes Segen.

 

Beste Grüsse

CAROLINE

 


ST. MICHAEL CHILDREN EDUCATIONAL CENTRE QUARTERLY REPORT

UFANISI KUTOKANA  NA MSAADA WENU KWA MIEZI TATU.


We are so glad to report to you that, through your quarterly support we managed to achieve the following.

  1. Expansion and improvement of the dispensary.
  2. Provision of free medical support    to our children and the community people.
  3. Provision of food stuff for both our children and for our community people at large.
  4. School renovation
  5. Remuneration to the workers.
  6. Purchase of school stationery

RECOMMEDATIONS.

We recommend that for the next quarterly support. We wish to extend the free medical services to the other parts of the Mathare slums dwellers and more so to finish up the newly started laboratory room so as to provide effective and efficient laboratory services and above all addition of laboratory equipment.

Apart from that ,we also look forward to improve on the nutrition for our sickling children and other patients.

Finally, we also intend to have overview on the remuneration of our workers.

Thank you so much for your continued support and we all wish you good health and blessing.

 

Best wishes and kind regards.

Godfrey.


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ST. MICHAEL KINDERBILDUNGSZENTRUM QUARTALSBERICHT


UFANISI KUTOKANA  NA MSAADA WENU KWA MIEZI TATU

(Suaheli = FINANZIEREN SIE IHRE HILFE FÜR DREI JAHRE)

 

Es freut uns, Ihnen mitzuteilen, dass wir dank Ihrer vierteljährlichen Unterstützung Folgendes verwirklichen konnten:

  1. Erweiterung und Verbesserung des Dispensary (Synesius Ambulatorium)
  2. Bereitstellung einer kostenlosen medizinischen Unterstützung unserer Kinder und der Gemeinde
  3. Bereitstellung von Lebensmitteln sowohl für unsere Kinder als auch für unsere Gemeinschaft im Allgemeinen
  4. Sanierung der Schule
  5. Entlöhnung der Arbeiter
  6. Kauf von Schulwaren

Empfehlungen

Wir empfehlen [Folgendes] für die nächste vierteljährliche Unterstützung: Wir möchten die kostenlosen medizinischen Dienste auf die anderen Teile der Mathare-Slums-Bewohner ausdehnen und  den neu gestarteten Laborraum fertigstellen, um effektive und effiziente Labordienstleistungen und vor allem  Ergänzung von Laborgeräten [zu gewährleisten]. Darüber hinaus freuen wir uns auch auf die Verbesserung der Ernährung für unsere kränklichsten Kinder und andere Patienten.

Schliesslich wollen wir auch einen Überblick über die Vergütung unserer Arbeitnehmer haben.

Vielen Dank für Ihre weitere Unterstützung und wir wünschen Ihnen alles Gute und Gesundheit.

 

Beste Wünsche und freundliche Grüsse.

Godfrey

 


Gleich in die Agenda eintragen:

14. Generalversammlung am Donnerstag, 13. September 2018 um 19 Uhr 
im Restaurant JoJo, St. Josef-Stiftung, Bremgarten

Wallfahrt von der Heiligen Justa zum Heiligen Synesius 25. Oktober 2015

zur Reusswanderung

Über 50 locker gestimmte Pilgergsleut, nahmen die Strecke vom Gnadental nach Bremgarten unter ihre Füsse. Bunt gemischt, aus allen Altersstufen. Die Wanderung führte rechtsufrig flussaufwärts auf prächtigen Wegen zuerst bis zur Besenbeiz der Familie Töngi nach Sulz Künten. Dem aussergewöhnliche Herbstwetter sei Dank, konnten wir uns draussen verpflegen. Unterwegs sorgten kulturelle Stopps dafür, dass auch Nachzügler wieder den Kontakt herstellen konnten. Kulturelle Pausen? Irene Briner, Vroni Peterhans, Silvio Blatter, Hanspeter Ernst, Heinz Koch und Stephan Gottet gaben dem Geist Nahrung, dass auf unserer Welt doch Verbesserungspotential bestünde. Letzterer berichtete über die Fortschritte des Synesius in Ostafrika. Er rief in Erinnerung, dass wir heute die einmalige Chance besässen Geschichte zu korrigieren. Was unseren Eltern und Grosseltern damals nur teilweise gelungen sei, nämlich die Flut von Asylsuchenden zu empfangen, sei heute, in einem ökonomischen bedeutend verbesserten Umfeld, viel besser zu realisieren. Synesius wirke zwar in Afrika, habe aber, wenn‘s brennt, auch hier Vorort seine Aufgaben zu erfüllen.


Sehen Sie hier den Beitrag auf der Homepage des Reussparks.



Gedanken von Vroni Peterhans


Als ich diesen Titel las habe ich mir überlegt, was diese zwei Personen wohl verbindet? Es muss doch einen tieferen Grund geben, dass wir mit der heutigen Wallfahrt beide verbinden. Als Gemeinsamkeit dieser zwei Heiligen gäbe es wohl vieles aus ihren Lebensläufen zu berichten. Aber originell finde ich, dass genau zwei Buchstaben in beiden Namen vorkommen: u und s- us und ob es der Zufall will wir wandern heute der Reuss nach aufwärts, sozusagen von einem Flussübergang zum andern, von der Gnadenthalbrücke, der Justa ihrem Ort, zur Bremgarter Brücke dem nächsten Reussübergang beim Wallfahrtsort des Heiligen Synesius. Ja und alle drei: Reuss, Justa und Synesius haben genau auch diese zwei Buchstaben gemeinsam:

Mundart
: u-s Us wie Uswäg, Usnahm, ushalte, Usflog oder Usduur- jo Usduur händ die zwe Heilige sicher brucht mit ihrer chrischtliche Überzügig und Usduur hät au d’Rüss über Jahrhunderti gha um es Tal i die Landschaft z’spüele, euses Rüsstal als wunderbare Wander-und Wallfahrtswäg- grad hütt bi dem herrliche Herbschtwätter.

Us
wie ussände, usdrücke und Usfüerige, d‘Irene Briner hät eus iigstimmt mit spannende Usfüerige zu de heilige Justa und hätt so ihri Bedütig usdröckt und de Pfarrer hätt eus denn miteme Säge usgsändet!

Us
wie Ussichte (zum Biespil über die herrlichi Rüsslandschaft), ustusche, usbade oder Usländer – ja en grossi Diskussion ond veli Nachrichte über Usländer präged eusi letschtä Mönet. D’Justa und de Synesius ligged mit ihrne Reliquie jo eigentlich au als Usländer do bi eus im Rüsstal und händ velnä bittsuechende Mänsche Hoffnig gschänkt.

Us
wie Usbeldig, usprobiere, usgah oder usbliebe – en riesige Aasturm uf die Wallfahrt isch anderi Johr usbliebe, das isch hüür zum Glück andersch! Aber es paar ganz Treui tüend das sit Johre ushalte und trotzdem usfüere!

Us
wie usserordentlich – es freut mich ussergwöhnlich dass so usduurendi Wallfahrer immer wieder derbi sind am vierte Sunntig im Oktober und die Wallfahrt uswählet.

Us
wie Usgang oder Usfahrt – ich wähle denn d’Usfahrt Chünte, wel min Sohn no de Lagerrückblick mitorganisiert- das ich so früe usscheide derfür wett ich mich usdrücklich entschuldige ich wünsche euch en gueti Usduur bis Bremgarte de Rüss noche vo de Justa zum Synesius wo eus allne sicher gueti Ussichte schänkt mit em Augesäge, damit de Tag en guete Usklang hät- sueched Sie doch bim Wieterwandere wieteri Wörter mit usus wie’s vorchont i de Justa Synesius und Reuss.



von Sivio Blatter


Ich schlug vor, zwei Haufen zu machen. Einen Haufen mit den Dingen, die man versteht, und einen Haufen mit den Dingen, die man nicht versteht.

Die Gruppe stimmte mir zu: Wir verstehen viel mehr Dinge nicht. Ja, wir haben oft Mühe zu unterscheiden: Ist etwas richtig oder falsch, gut oder schlecht, klein oder groß, undsofort: Weil mehr verwischt ist als klar konturiert.

Wer etwas nicht versteht und die Wissenslücke nicht aushält, muss glauben.

Beim Sprechen kam mir in den Sinn, dass der Heilige Synesius ein Märtyrer war und Märtyrer im Religionsunterricht meiner Kindheit als große Vorbilder dargestellt wurden. Märtyrer hatten einen starken Glauben und waren bereit, für ihren starken Glauben zu sterben. Ich hatte das, was man einen lauen Glauben nennt. Das hat mich als Kind bedrückt. Heute denke ich, dass es auch einen zu starken Glauben gibt. Ich nenne ihn Fanatismus. Das Leben ist das Kostbarste überhaupt, ich würde es für keinen Glauben hergeben. Und darum wäre mein Lieblingsheiliger, falls ich einmal einen benötige, der ungläubige Thomas.